Müller (Beruf) Beschreibung Müller (Beruf)  
 
   
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Müller (Beruf)

Dieser Text beschreibt Müller (Beruf).


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Müller (Beruf) Artikel

Ein Müller ist derjenige, der eine Mühle bewirtschaftet. Zugleich ist Müller auch der häufigste Familienname des deutschen Sprachraumes.

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Ehefrau zu vermieten. Super Ehefrau! Dieses Buch von Kelly ist echt witzig. Sam (die Ehefrau) hat einen super Charakter und ist stolz darauf Hausfrau zu sein. Als sie von ihrem Mann verlassen wird, steht sie zuerst alleine da und eine Welt ist für sie zusammengebrochen. Trotz all der guten Ratschläge von Freunden und Bekannten, will sie keinen "empfohlenen Job"...

Gegenwärtiges Berufsbild des Müllers

In unserer industrialisierten Welt haben ca. wenige der traditionsreichen alten Handwerksberufe überlebt. Der Müller gehört dazu, denn er hat es verstanden, sich die Errungenschaften moderner Technik zunutze zu machen. Es gibt auch heute noch viele handwerkliche Mühlen, aber der überwiegende Teil sind mittlerweile Industriebetriebe. Darunter sind einige Betriebe, die bis zu 1 Tausend Tonnen Tagesleistung haben. Für Nostalgie (der Müller mit Zipfelmütze und Mehlsack über der Schulter) ist da kein Platz mehr - heute kommt der Müller mit einem Silofahrzeug und bläst das Mehl mit Pressluft in die Bäcker-Silos.

Der Müller produziert:

Da die Arbeitsabläufe in Mühlen und Mischfutterbetrieben weitgehend technisiert worden sind, werden in der Müllerei ca. wenige Arbeitskräfte gebraucht. Diese aber müssen gut ausgebildet sein, umfassende Fachtkenntnisse mitbringen, es verstehen, sich neuen Anforderungen stets wieder anzupassen, kombinieren und schnell entscheiden können. Der Tätigkeitsbereich des Müllers - oder auch der Müllerin - von heute ist also weit gespannt und anspruchsvoll. Er setzt organisatorisches, technisches und kaufmännisches Denken und Handeln voraus. Ein ausgelernter Müller, kann sich - auch in der heutigen Zeit - meist seinen Arbeitsplatz aussuchen, denn die Mühlenbetriebe bilden insgesamt zu wenig aus.

Buch-Tipp: Eine Frau an seiner Seite Wissenschaftliches Werk, keine Unterhaltung Ich habe gerade ein Seminar an der Uni Wien zu dem Thema "An seiner Seite", angelehnt an den Titel von Gudrun Schwarz, absolviert. Das Buch war eine tolle Grundlage für unsere Beschäftigung mit der Verwendung von Geschlechterbildern in der Darstellung des NS. Wer kritisiert, dass dieses Buch zu viele Fußnoten...

Tätigkeitsbereiche in Mühlen und Mischfutterbetrieben

  • Rohstofferfassung und Lagerhaltung
  • Rohstoffreinigung und Netzung
  • Produktion und deren Überwachung
  • Betriebslabor
  • Qualitätskontrolle
  • An- und Verkauf
  • Vertrieb
Buch-Tipp: Eine gute Ehefrau. Die letzten Kapitel sind zu kurz geraten Leider verrät der Klappentext schon das Wichtigste vom Inhalt. Das ist ausserordentlich schade! Also bitte nicht vor der Lektüre lesen. Trotzdem packt einen die Geschichte. Wie Patty ihr Leben meistert (meistens jedenfalls), ist beeindruckend. Die letzten drei Kapitel sind dann leider zu sehr verkürzt...

Vorbildung

  • Hauptschulabschluss oder
  • Realschulabschluss oder
  • Abitur

Anforderungen

  • Freude am Umgang mit Naturprodukten
  • Technisches Verständnis (Interesse am Umgang mit Maschinen)
  • Handwerkliches Geschick
  • Interesse an Biologie, Chemie, Physik
  • Räumliches und abstraktes Denken
  • Gute Gesundheit (keine Mehlallergie, kein Asthma)
  • Bereitschaft zu unregelmäßiger Arbeitszeit==Ausbildung==

Die Lehrzeit beträgt für Müller 3 Jahre. Bei Realschulabschluss oder Abitur kann sich die Ausbildungszeit bis auf 2 1/2 bzw. 2 Jahre verkürzen. Die Berufsschule findet in Blockform statt. Die Unterrichtszeit beträgt ungefähr 12 Wochen/Jahr.

Nach entsprechender Berufserfahrung kann die Meisterprüfung in dem Müllerhandwerk abgelegt werden. Der Besuch der Meisterschule in Stuttgart kann bis zu einem Jahr auf die Fachschule für Lebensmitteltechnik angerechnet werden. Diese Regelung gilt für die Technikerausbildung in Baden-Württemberg. Die Technikerschule endet mit einer Abschlussprüfung, durch deren Bestehen die Berufsbezeichnung "Staatlich geprüfter Techniker / geprüfte Technikerin Fachrichtung Lebensmitteltechnik" und die Fachhochschulreife erworben werden.

Buch-Tipp: Gleichheit und Ungleichheit in der Ehe (Rechtsgeschichte und Geschlechterforschung) Ein hervorragendes Nachschlagewerk Das vorliegende Buch behandelt die Fragestellung - Wie äußert sich die Ungleichheit (bzw. die Gleichheit) von Mann und Frau in den Bestimmungen des Eherechts in der Rechtsgeschichte - systematisch übersichtlich gegliedert und umfangreich. Der Autor blickt dabei regelmäßig über den rechtshistorischen Tellerrand...

Sozialgeschichte des Müllerberufs

Nach der Antriebsart wurden früher Wassermühlen und Windmühlen unterschieden. Windmüller gab es in Mitteldeutschland erst seit dem 18. Jahrhundert.

In den Mahlmühlen wurden vom Mahlmüller Mehl und Schrot für die Ernährung hergestellt. In den uneigentlichen Mühlen wurde die Wasserkraft zur Bearbeitung verschiedenartiger Materialien benutzt, wie u. a. in Papiermühlen, Walkmühlen, Lohmühlen, Hammermühlen und Schneidmühlen. Die entsprechenden Berufsbezeichnungen, die häufig auch als Familiennamen fest geworden sind, lauten Hammermüller, Bretschneider, Oelschläger usw.

Erbmüller saßen als Eigentumsmüller auf einer Mahlmühle bzw. einem Mühlengut. Diese Müller waren, in dörflichen Maßstäben gemessen, häufig äußerst wohlhabend, mit 2 Tausend fl. Vermögen und mehr schon in dem 17. Jahrhundert. Da die Mühlen (oft auch mit einem Schneidegang zusätzlich ausgestattet) fast ausschließlich vom Vater auf einen Sohn vererbt wurden, sind bei Erbmüllern Besitzerfolgen in einer Familie über mehrere Jahrhunderte hinweg möglich.

Pachtmüller hingegen waren ca. als Pächter auf einer Mühle. - Eigentümer dieser Mühle war direkt der Grundherr oder ein Mühlenbesitzer. Gehörte die Mühle einem kurfürstlichen Amt, sprach man vom "Amtsmüller"; einem Adligen, dann z.B. vom "Wolffersdorfischen Müller"; war der Grundherr eine Stadt, dann war deren Pachtmüller der "Ratsmüller" oder "Stadtmüller". - Die zu dem Teil in den Archiven überlieferten Pachtverträge wurden ca. für wenige Jahre abgeschlossen, und dann entweder erneuert oder die Mühle erhielt derjenige Bewerber, der bereit war, den höchsten Pachtzins zu zahlen. Aus diesem Grunde war es den Pachtmüllern nicht leicht, ein ausreichend großes Vermögen zusammenzubekommen, um selbst Eigentüer einer Mühle zu werden. Die Pachtmüller sind darum ein Sonderberuf, dessen genealogische Erforschung häufig ca. durch großräumige Verkartung möglich ist. In Sachsen waren zwei Drittel aller Pachtmüller Müllerssöhne, der Rest Söhne von Bauern und Handwerkern aus Stadt und Land.

Ein Schneidmüller (auch Brettmüller, Holzmüller oder Brettschneider genannt) war Müller auf einer Wassermühle, deren Antriebsenergie zur Holzverarbeitung benutzt wurde. - Typisch für viele Schneidmüller war die Berufsbezeichnung "Müller und Zimmermann", mit ausgeprägten Heiratsbeziehungen zu den Zimmerleuten und anderen Handwerkern. - In dem Gebirge war eine Sägemühle für die Bauern häufig ca. Nebenerwerb in dem Winter, und die bescheidene wirtschaftliche Situation dieser "Müller" war nicht mit der von Mahlmüllern und Erbmüllern in dem Flach- und Hügelland vergleichbar.

Gab es in einem Dorf mehrere Mühlen, so sprach man dann häufig vom Obermüller, Mittelmüller oder Untermüller oder benutzte besondere Namen wie "Lerchenmüller", "Kornmüller" usw. Ab und zu gaben Mühle und Müllersfamilien sich sogar gegenseitig den Namen, z.B. "Ahnertsmühle" für eine Mühle, die jahrhundertelang von einer Müllersfamilie Ahnert bewirtschaftet worden ist; "Steinmüller" als Familiennamen für eine Familie, die jahrhundertelang die "Steinmühle" bewirtschaftet hatte.

Große Mühlen waren wie große Bauerngüter geradezu ein Sinnbild des relativen ländlichen Wohlstands (siehe ländliche Sozialstruktur). In Sachsen waren vom 16. bis 18. Jahrhundert 81 Prozent der Müller Müllerssöhne. In den meisten Fällen übernahm ein Müller einen Betrieb als Eigentumsmüller bzw. als Erbmüller erst nach mehrjähriger Ausbildung, die er teils in fremden Mühlen der näheren Umgebung (bis zu 50 km entfernt, meist jedoch näher), teils in der väterlichen Mühle ableistete. Hatte aber ein Müllerssohn weder Aussicht auf die väterliche noch eine vom Vater gekaufte Mühle, so mußte er sich selbst umtun, wollte er nicht für stets Mühlknecht bleiben. Die Stellung eines Pachtmüllers war in dem Vergleich zu dem Mühlknecht die nächsthöhere Stufe (siehe auch sozialer Aufstieg). Verfügte der junge Müller über ein gewisses Kapital, sei es aus einer Erbteilung, aus der Mitgift seiner Ehefrau oder aus eigenen Ersparnissen, so konnte er versuchen, selbst eine Mühle zu kaufen (siehe auch Gerichtshandelsbuch). Allerdings dauerte diese Suche häufig jahrelang (siehe auch Sonderberufe , Verkartung).

Da die Müllersfamilien mehr Kinder großzogen, als es Mühlen gab, mußte ein Teil der Nachkommen in andere Berufe abwandern. So haben landschaftlich bedeutsam Müllersfamilien (wie die Käsmodel und die Landrock in dem sächsischen Erzgebirge) in dem selben Gebiet immer auch Namensvettern in anderen Berufen. Will man die Genealogie einer Müllerfamilie klären, so kann dabei eine Hilfe sein, daß Müller beliebte Paten waren, so daß man den eventuell fehlenden Vornamen der Ehefrau in den Pateneintragungen finden kann. Mit Hilfe dieser Pateneintragungen in dem Kirchenbuch läßt sich häufig der Zeitraum für die Anwesenheit einer bestimmten Müllersfamilie in einer Gemeinde exakt eingrenzen (siehe auch Toter Punkt).

Da es wegen des Wassers und der Wehre häufig zu Rechtsstreitigkeiten der Müller untereinander oder mit der Obrigkeit kam, sind die Gerichtsbücher bzw. Gerichtsakten eine ergiebige Quelle über Müller.

Buch-Tipp: Heirate nie eine Frau mit großen Füßen Eine geniale Sammlung und spannend zu lesendes Buch! Ich kann Herrn Dr. Fuchs ca. zustimmen und das Lob voll unterstreichen: ein geniales, spannend zu lesendes Werk, das mir so viele neue, bislang nicht bekannte Zitate und Sprichwörter in ihrem Bedeutungszusammenhang aufdeckte. Hier meine 10 Lieblingssaussagen: Ein Mann zu haben, heißt, wie eine...

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